titanic

schwesterschiff soll unterwasser-museum werden

sie galt als das „wunderschiff” – unzerstörbar, unsinkbar, unangreifbar. doch am morgen des 21. novembers 1916 gab ihr kapitän noch in seinem schlafanzug den befehl, den niemand für möglich gehalten hatte: um 8:35 uhr ordnete kapitän charles bartlett an, die HMS Britannic räumen zu lassen – so schnell wie möglich! knapp 92 jahre später soll ihr Wrack nun zu einem unterwassermuseum gemacht werden, in dem touristen und forscher den mythen um ihr schicksal auf den grund gehen können. denn bis heute sind keine einzelheiten der tragödie bekannt: eine heftige explosion hatte die HMS Britannic erschüttert und ein riesiges loch in den
bug des schiffes gerissen, nur 55 minuten später war das 286 meter lange „wunderschiff” gesunken – ein bruchteil von den 160 minuten, die es bei der titanic gedauert hatte! und anders als bei der titanic, ebenfalls von der Reederei white star line, bei deren untergang hunderte ihr leben verloren, starben von den passagieren der HMS Britannic lediglich 30 personen, wenn dies auch besonders tragisch ist: zwei der rettungsboote waren in die propeller des schiffes geraten! nur fünf der toten wurden jemals gefunden. die öffnung des schiffwracks für die öffentlichkeit soll vor allem helfen, die rätsel um den untergang der HMS Britannic zu lösen: denn die ursachen für die explosion sind bis heute umstritten: mal sollen es torpedos, mal von deutschen u-booten gelegte mienen gewesen sein, die die „unzerstörbare” zerstört haben. und bis heute sind sich historiker nicht sicher, welche rolle der „stolz der englischen flotte” im 1. weltkrieg gespielt hat, ob sie tatsächlich nur passagiere oder doch auch waffen und munition transportiert hatte. „bei diesem projekt, geht es nicht nur um tourismus”, so marineforscher simon mills zu der britischen zeitung „Guardian”. „es geht um geschichte, um archäologie und um die faszination.”

© shila behjat

 

© 2001 mikepsyco.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wracktouren 2010/11

brittanic

obwohl sie nie den bekanntheitsgrad erreichte war die britannic eine schwester der titanic und olympic. im gegensatz zu ihren beiden schwestern fuhr aber die britannic nie auf der atlantikrute. als die white star line sich 1907 entschied die olympic und titanic zu bauen war von anfang an ein drittes schiff geplant, das zu erst angeblich gigantic heißen sollte. 
als reaktion auf den untergang der titanic wurden an der britannic mehrere veränderungen vorgenommen noch ehe sie vom stapel lief. so erhielt die britannic einen doppelrumpf bis hoch zur wasserlinie und schotten bis hoch zum bootsdeck. 
beim stapellauf am 26. februar 1914 plante white star noch, die neue britannic ab frühjahr 1915 auf der strecke southampton - new york einzusetzen. diese pläne wurden durch das ausbrechen des 1. weltkrieges zu nichte gemacht. die britannic wurde zum kriegseinsatz gerufen, und in ein lazarettschiff umgebaut, mit über 3300 betten. am 8. dezember nahm das schiff, in den farben des internationalen roten kreuz lackiert, den dienst auf. am 12. dezember kam das schiff, aus belfast kommend, in liverpool an, um sich am 23. dezember auf seine jungfernfahrt nach mudros zu begeben. 


nach verschiedenen verwendungen als lazarettschiff wurde die britannic im sommer 1916 an white star zurückgegeben. ab 6.juni 1916 begann harland & wolff bereits wieder damit aus dem lazarettschiff einen passagierdampfer zu machen, als die admiralität ihre meinung änderte und die britannic wieder als lazarettschiff anforderte. in diesem zweiten kriegseinsatz machte die britannic zwei weitere Fahrten nach mudros bevor sie ihre letzte fahrt antrat.
am 12. november 1916 verließ die britannic southampton und fuhr, nach einem stop in neapel am 21. november in den zea kanal, vier meilen westlich von port st. nikolo. dort lief die unglückliche britannic auf eine mine die von dem deutschen unterseeboot U-73 gelegt worden war. weiterlesen ....

die brittanic und die schweiz

museum für musikautomaten, seewen

31.05.2007

orgel der britannic während restaurationsarbeiten entdeckt

im museum für musikautomaten seewen ist man sicher, die lange vermisste orgel der britannic - schwesterschiff der 1912 gesunkenen titanic - entdeckt zu haben.
das instrument, welches auf zeichnungen und einem foto dokumentiert ist, war nahezu ein jahrhundert lang verschwunden. weiterlesen ...